Kommunikation als Treiber für systemischen Wandel.

Wirkungsvolle Kommunikation
für nachhaltige Entwicklung

 

Wir setzen wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Lösungen um, mit Akteur:innen in Kommunen, Kultur, Tourismus und Wirtschaft.

Unsere Mission: Nachhaltigkeit durch Kommunikation vorantreiben, ob durch Forschung, Lehrprojekte oder Praxistransfer. Dabei verbinden wir Analyse, Konzeption und Evaluation, um gesamtsystemische Wirkung zu entfalten.

Über uns

Wir sind ein interdisziplinäres Netzwerk angewandter Wissenschaftler:innen, das Wissen in transformatives Handeln überführt. Uns verbinden Kommunikationswissenschaft, Nachhaltigkeitsforschung und Praxisexpertise - mit dem Ziel, Nachhaltigkeit in Kultur, Tourismus, Kommunen und Gesellschaft zu verankern.

Unsere Stärke liegt in der Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis: Wir analysieren, gestalten und evaluieren Kommunikationsprozesse, die individuelles Handeln und systemische Veränderungen gleichermassen fördern. Dabei nutzen wir empirische Methoden, partizipative Formate und evidenzbasierte Strategien, um Nachhaltigkeit wirksam zu kommunizieren.

Angebot

Analyse & Forschung | Konzeption & Strategie | Evaluation & Wirkung | Netzwerk & Transfer

Analyse & Forschung

Wissen schaffen –
Grundlagen für nachhaltige Kommunikation legen

Ob Bestandsaufnahme, Bedarfsanalyse oder Wettbewerbsvergleich: Wir untersuchen die Ausgangslage für Ihre Nachhaltigkeitskommunikation, wissenschaftlich fundiert und praxisnah.
Unsere Methoden:

  • Zielgruppenanalysen (Personas, Stakeholder-Mapping)

  • Quantitative und qualitative Bedarfsanalysen (z. B. zu kommunalen Nachhaltigkeitsstrategien)

  • Best-Practice-Recherchen (z. B. Benchmarking von Kampagnen in Kommunen oder Tourismus)

  • Lehrforschungsprojekte: Studierende erarbeiten empirische Studien zu aktuellen Fragestellungen (z. B. "Wie kommunizieren Städte Klimaschutz?").

  • KPI- und PLS-Analysen

Konzeption & Strategie

Strategien entwickeln – Nachhaltigkeit kommunikativ umsetzen

Auf Basis unserer Analysen gestalten wir massgeschneiderte Kommunikationsstrategien, für Projekte, Kampagnen oder langfristige Transformationsprozesse.
Unser Fokus:

  • Umsetzungsstrategien für Nachhaltigkeitsinitiativen (z. B. in Kommunen oder Unternehmen)

  • Kampagnenentwicklung (z. B. zu lokalen Klimazielen oder nachhaltigem Tourismus)

  • Train-the-Trainer-Formate: Wir qualifizieren Multiplikator:innen (z. B. in Verwaltungen oder NGOs), um Nachhaltigkeit selbstständig und wirksam zu kommunizieren.

  • Partizipative Formate: z. B. Workshops zur ko-kreativen Entwicklung von Kommunikationsmassnahmen mit Stakeholdern.

 

Evaluation & Wirkung

Wirkung messen und Kommunikation optimieren

Begleitend oder abschliessend evaluieren wir die Zielerreichung und Effizienz Ihrer Maßnahmen.
Methoden:

  • Quantitative Wirkungsanalysen (z. B. Bevölkerungsbefragungen)

  • Qualitative Verfahren (Fokusgruppen, Interviews)

  • Transfer in die Praxis: Ergebnisse werden in Handlungsempfehlungen überführt und in Praxis-Workshops diskutiert.

Netzwerk & Transfer

Vernetzen, Wissen teilen, Gemeinschaft stärken

sustcom ist mehr als eine Dienstleisterin: Wir sind ein aktives Netzwerk von Forschenden und Praktiker:innen, das Wissen und Erfahrungen zu Nachhaltigkeitskommunikation bündelt.
Unsere Angebote:

  • “Nachhaltigkeitskommunikation vor Ort”: Workshops zu Vernetzung und Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Praktiker:innen

  • Forschungszusammenarbeit: Gemeinsame Publikationen, Tagungen oder Drittmittelprojekte zu Schwerpunktthemen.

  • Lehrkooperationen: Austausch über Lehrinhalte, Methoden und Formate (z. B. Entwicklung von Lehrmodulen zu Nachhaltigkeitskommunikation).

 

Transformation bedeutet, Nachhaltigkeit durch Kommunikation zu gestalten - indem wir Systeme verändern und Menschen befähigen.

Eine Auswahl


Aktuelle Projekte

Team.
Dr. Friederike Vinzenz
Prof. Dr. Werner Wirth
Prof. Dr. Juliana Priskin

Links.
SAGW

Kurzfilm «Navigiere durch den Informationsdschungel»

Unsere Gesellschaft steht vor einer paradoxen Herausforderung: Obwohl Nachhaltigkeit vielen wichtig ist, klafft eine Lücke zwischen Einstellung und tatsächlichem Verhalten. Eine der Ursachen dieses sogenannten «Attitude-Behaviour-Gap» findet sich an der Schnittstelle zwischen Mensch und Information. Die Informationsflut sowie das sogenannte Greenwashing einiger Unternehmen führen bei Konsument:innen zu Verunsicherung und Skepsis.

Ziel & Vorgehen. Das Projekt zielt darauf ab, Konsument:innen Strategien zu vermitteln, mit denen sie kognitive Dissonanz und Reaktanz auflösen sowie ihre eigenen Voreinstellungen und negativen Emotionen hinterfragen können. Mit einem unterhaltsamen Kurzfilm vermittelt es Toleranz und Offenheit, um Informationen kritisch zu hinterfragen, ohne dabei in Pessimismus zu verfallen, und um bewusst nachhaltige Konsumentscheidungen treffen zu können.

Verortung. Das Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung «Wissenschaftskommunikation zu nachhaltigem Konsum» von der Schweizerische Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW) gefördert.

Toolbox für Nachhaltigkeitskommunikation im Schweizer Tourismus

Das Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable inspiriert und aktiviert touristische Betriebe, Nachhaltigkeit gezielt umzusetzen. Ein solches Engagement soll aber auch kommuniziert werden. Gleichzeitig stellen sich einige Fragen und Herausforderungen, wenn es um die Nachhaltigkeitskommunikation geht. Was und wieviel soll kommuniziert werden? Wie wird Greenwashing erkannt und vermieden? Welche Erkenntnisse liefert die Forschung für eine glaubwürdige und überzeugende Nachhaltigkeitskommunikation?  Diese Themen werden in dieser Toolbox aufgegriffen und in den Fokus gestellt. Swisstainable Betriebe sowie Destinationen werden auf dieser Website mit praktischen Informationen und direkten Umsetzungsbeispielen rund um eine gelungene Nachhaltigkeitskommunikation versorgt. 

Ziel. Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, liefert diese Kommunikationstoolbox hilfreiche Tipps und Tricks, wie das nachhaltige Engagement wirkungsvoll Sichtbarkeit erhält. 

Verortung. Im Auftrag vom Schweizer Tourismus-Verband und Schweiz Tourismus haben Julianna Priskin und Melanie Jäger-Wyss die Toolbox entwickelt, um die Kommunikation rund um Swisstainable zu inspirieren und befähigen.

Team.
Melanie Jäger-Wyss

Links.
zum Arbeitsinstrument

Arbeitsinstrument “Umweltkommunikation: Vorsicht Greenwashing”

Seit dem 1. Januar 2025 gelten in der Schweiz mit dem revidierten Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb UWG verbindliche Vorgaben für Umweltangaben; auch die Europäische Union verschärft ihre Anforderungen. Vor diesem Hintergrund haben die Vereine «Go for Impact» und «Greenwishing» mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) das Arbeitsinstrument «Umweltkommunikation: Vorsicht Greenwashing» entwickelt – eine praxisnahe Hilfe für Unternehmen, die ihr Engagement glaubwürdig kommunizieren möchten.

Ziel. Das Hilfsmittel zeigt, wie KMU mit den fünf Prinzipien Relevanz, Signifikanz, Belegbarkeit, Angemessenheit und Transparenz ihre Umweltkommunikation verantwortungsvoll gestalten und dabei unbeabsichtigtes Greenwashing vermeiden.

Verortung. Melanie Jäger-Wyss hat als Mitglied vom Verein Greenwishing an diesem Projekt als Autorin mitgewirkt.

Forschungsprojekt «Climate Action4 Companies»

Regulierungen wie die Verordnung zur verbindlichen Klimaberichterstattung verpflichten grosse Unternehmen aller Branchen in der Schweiz zur Berichterstattung über ihre Klimaauswirkungen und -risiken. Dennoch sind sich viele Unternehmen immer noch nicht bewusst, wie sie ihre Informationen offenlegen müssen, um den Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft zu beschleunigen.

Ziel. Das Ziel des Projekts ClimateActions 4 Companies ist es, kleine und mittlere Organisationen aus allen Sektoren der Schweiz, inklusive des Tourismus, dabei zu unterstützen, die Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen. Das Programm bietet verschiedene Massnahmen mit Managementinstrumenten, um diverse Veränderungen umzusetzen.

Verortung. Das HSLU-Team bietet beim Gesamtprojekt, einschliesslich General Management und nachhaltigem Tourismus, wissenschaftliche Unterstützung für das MYBLUEPLANET-Projektteam.

Team.
Anna Schorn
Prof. Dr. Werner Wirth

Links.
zum Beispielvideo

Science Call to Action: Erklärvideos zur Förderung nachhaltigen Verhaltens

Erklärvideos zu wissenschaftlichen Themen und dem Klimawandel werden auf sozialen Medien immer beliebter und häufiger genutzt. Viele der wissenschaftlichen Erklärvideos nehmen dabei eine aktivistische Haltung ein und haben beispielsweise das Ziel, das Bewusstsein für bestimmte Themen zu erhöhen und umweltfreundliches Verhalten zu fördern. Erklärvideos auf Plattformen wie YouTube zeichnen dadurch aus, dass die Informationen häufig nicht völlig neutral präsentiert werden, sondern dass am Ende ein Call-to-Action steht, welcher Individuen zum Nachdenken oder Handeln bewegen soll.

Ziel und Vorgehen. In diesem Projekt wurde die persuasive Wirkung von Erklärvideos untersucht. Dazu wurden verschiedene Videos zu den Auswirkungen von Videostreaming auf die Umwelt erstellt, in welchen einerseits variiert wurde, ob konkrete Massnahmen zur Verhaltensänderung genannt wurden, um die wahrgenommene Verhaltenskontrolle zu erhöhen. Andererseits wurden verschiedene Calls-to-Action in ihrer persuasiven Wirkung verglichen (z.B. sozialer Normappell versus persönlicher Normappell.

Verortung. Das Projekt wird von Anna Schorn am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich durchgeführt und ist finanziert durch Eigenmittel des Lehrstuhls „Medienpsychologie und Medienwirkung“ sowie den GRC Short Grant.

Forschungsprojekt «Zukunft der Schweiz»

Untersuchung der zukünftigen Reputation der Schweiz in Zeiten von KI - Dieses Projekt untersucht die Eignung von KI für die Messung der Reputation eines Landes und zielt darauf ab, Faktoren zu identifizieren, die erklären, wie Reputation konstruiert wird und wie sie sich in digitalen Kommunikationskanälen (einschliesslich traditioneller Medien und sozialer Medien) verändert.

Ziel. Es wird praktische Erkenntnisse für das Reputationsmanagement liefern und dabei auch potenzielle Risiken wie Fehlinformationen adressieren. Die Forschung wird sich darauf konzentrieren, die Reputation der Schweiz zu messen, ihre Treiber zu identifizieren und sie mit Hilfe von KI zu verwalten.

Verortung. Das Projekt ist Teil des interdisziplinären Forschungsclusters zum Thema «Zukunft der Schweiz» an der universität Fribourg, welches von Mobiliar unterstützt wird.

Team.
Melanie Jäger-Wyss

Betreuer/in
Prof. Dr. Werner Wirth
Prof. Dr. Julianna Priskin

Dissertationsprojekt «Klimakommunikation im Tourismus»

In ihrer Dissertation beschäftigt sich Melanie Jäger-Wyss damit, warum viele Menschen trotz wachsendem Klimabewusstsein weiterhin emissionsintensiv in die Ferien reisen. Dazu untersucht sie die Rolle von psychologischen Barrieren und die Wirkung und Verarbeitung von CO₂-Fussabdruck-Feedback.

Verortung. Das Dissertationsprojekt ist im Bereich der Nachhaltigkeitskommunikation angesiedelt und verbindet Perspektiven der Kommunikationswissenschaft, Umweltpsychologie und Tourismusforschung. Melanie Jäger-Wyss ist Doktorandin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich.

Team.
Prof. Dr. Julianna Priskin
Dr. Friederike Vinzenz

Links.
zum Projekt

Experiment «Wirkung von Nachhaltigkeitsratings»

In einem Online-Experiment haben wir den Zusammenhang von Kundenbewertungen und Nachhaltigkeitszertifizierungen für Hotels in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse bestätigen, dass Bewertungen von Kunden:innen zur Nachhaltigkeit eines Produktes (als Piktogramme dargestellt) neben Zertifizierungen eine wichtige Rolle spielen, um potenzielle Gäste über die Nachhaltigkeitsleistung eines Hotels zu informieren.

Ziel. Ziel der Studie war es, die im Vorgänger-Projekt gefundenen Ergebnisse für Deutschland replizieren zu können. Das Projekt untersucht, ob Nachhaltigkeits-Ratings ein effektives Kommunikationsmittel sind, um nachhaltiges Gästeverhalten während der Online-Buchung von Hotels zu fördern.

Implementation. Nachhaltige Hotels experimentieren noch damit, wie sie ihre Nachhaltigkeit am besten kommunizieren können, da dieses abstrakte Konzept schwer zu vermitteln ist. Einfache und verständliche Information, wie Ratings, sind entscheidend, da Konsumenten solche Hinweise aus Buchungs- und Bewertungs-Plattformen gewohnt sind. Nachhaltigkeits-Ratings könnten daher eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, potenzielle Gäste über die ökologische und soziale Nachhaltigkeit eines Hotels zu informieren.